Das Fest des Heiligen Namens Mariens, das am 12. September gefeiert wird, ist ein Zeugnis für die anhaltende Bedeutung der Marienverehrung in der katholischen Kirche. Von seinen Ursprüngen im Spanien des 16. Jahrhunderts bis zu seiner weltweiten Anerkennung nach der Belagerung von Wien unterstreicht dieses Fest die tief verwurzelte Tradition der Verehrung von Marias heiligem Namen und ihrer Rolle in der Heilsgeschichte. Dieses Fest hat eine besondere Bedeutung für die Gesellschaft Mariens. Ein Maristenpater, Peter Janssen, hinterfragte den Namen der Kongregation, der er angehörte.
"Jeder Orden oder jede Kongregation hat ein wichtiges Fest, das in irgendeiner Weise seinen Geist, sein Charisma oder seine Daseinsberechtigung ausdrückt und bestätigt. Wir hätten eines der relativ klar umrissenen und definierten Feste der Muttergottes haben können, wie die Unbefleckte Empfängnis, Mariä Verkündigung oder Mariä Himmelfahrt. Stattdessen hat uns der Gründer dieses eher vage und scheinbar unwichtige Fest des "Heiligen Namens Mariens" beschert. Die Wahl dieses Festes anstelle eines der anderen, konkreteren Feste unterstreicht auch, dass unser Ziel ist, Maria zu sein.
Als Pater Colin in den Konstitutionen der Maristenpatres 32 Tugenden Mariens aufzählte, die die Maristen zeigen sollten, war einer der ersten Novizenmeister perplex. Pater Colin hätte genauso gut 32 Tugenden der Gottesmutter aufzählen können. Pater Colin wollte wirklich, dass die Maristen Maria in einem echten Sinne SEIN sollten. Und da sie eine Person ist, ist sie mehr als die Summe ihrer Tugenden und ihre Größe ist mehr als die Summe ihrer einzelnen Herrlichkeiten, die isoliert und beschrieben werden können, sondern nur durch und für den Verstand." Peter Janssen, sm (Eine bestimmte Art Craig Larkin S.158)
Wenn wir dieses Fest begehen, werden wir an Marias tiefgreifenden Einfluss und ihre Rolle als mächtige Fürsprecherin für die Gläubigen erinnert. Von Anfang an haben die Maristen ihre Beziehung zu Maria als eine Art Bund mit Rechten und Pflichten auf beiden Seiten gesehen. Diejenigen, die ihren Namen tragen, können sich auf ihren Schutz berufen, aber sie sind auch aufgerufen, dem Namen, den sie tragen, würdig zu sein.
Maureen Meatcher




